Bonding einrichten unter SLES
Aus Wiki Thomas-Krenn.AG
Dieser Artikel befasst sich mit der Einrichtung von Netzwerkkarten-Bonding/Teaming/Trunking unter Suse Linux Enterprise Server.
Diese Anleitung ist für Suse Linux Enterprise (SLES) 10 und 9 gültig.
Inhaltsverzeichnis |
Vorgehensweise
DHCP konfigurieren
Im Yast/2 nachschauen, ob alle Netzwerkadapter einwandfrei erkannt werden (Falls nicht die Treiber überprüfen). Die gewünschten Adapter werden für die DHCP IP-Vergabe konfiguriert. Aufgrunddessen wird in
/etc/sysconfig/network ifcfg-id-MAC-Adresse-Adapter
erstellt.
ifcfg-id-MAC editieren
Jeder dieser Dateien muss editiert werden und dabei folgende Parameter gerändert werden:
BOOTPROTO='none' STARTMODE='off'
ifcfg-bond0 erstellen
Nun erstellt man die erste "bonding"-Netzwerkschnittstelle : ifcfg-bond0 folgendermaßen:
BOOTPROTO='static' BROADCAST='xxx.xxx.xxx.xxx' IPADDR='xxx.xxx.xxx.xxx' NETMASK='xxx.xxx.xxx.xxx' NETWORK='xxx.xxx.xxx.xxx' REMOTE_IPADDR= STARTMODE='onboot' BONDING_MASTER='yes' BONDING_MODULE_OPTS='mode=active-backup miimon=100' BONDING_SLAVE0='eth0' BONDING_SLAVE1='bus-pci-0000:06:08.1' BONDING_SLAVE2='...' BONDING_SLAVE3='...'
Die Punkte
- BROADCAST
- NETMASK
- NETWORK
- REMOTE_IPADDR
müssen selbstverständlich auf die Anforderungen angepasst werden.
Je mehr Netzwerk-Adapter man zusammenschließen möchte, desto mehr "slaves" erstellt man. Diese können dann entweder mit dem Namen der Netwerkschnittstelle (ethX) oder mit der pci Kennung (zu finden unter der entsprechenden ifcfg) angegeben werden.
Der Punkt BONDING_MODULE_OPTS lässt in der Option mode folgende Werte zu:
- balance-rr oder 0
Round-robin Regel: Übertrage Packete in sequentieller Reihenfolge vom ersten verfügbaren "slave" bis zum letzten. Dieser Modus bietet Lastverteilung und Fehlertoleranz.
- active-backup oder 1
Active-backup Regel: Nur ein slave im bond ist aktiv. Ein anderer slave wird aktiv, und nur dann, wenn der active slave ausfällt. Die MAC-Adresse des bonds ist von außen nur an einem Port sichtbar, um den Switch nicht zu verwirren.
- balance-xor oder 2
XOR Regel: Übertrage Packete basierend auf der ausgewählten Teil-Regel.
- broadcast oder 3
Broadcast Regel: Übertrage alles über alle slave Schnittstellen. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz.
- balance-tlb oder 5
Adaptive transmit load balancing: Kanal bonding welches keine spezielle Switch-Unterstützung benötigt. Der abgehende Datenverkehr wird aufgrund der derzeitigen Last am slave übertragen.Eingehender Datenverkehr wird durch den derzeitigen slave empfangen. Falls das Empfangen scheitert, übernimmt ein anderer slave die MAC-Adresse des fehlerhaften slaves.
- balance-alb oder 6
Adaptive load balancing: Beinhaltet balance-tlb und zusätzlich Lastvertileung für IPV4-Datenverkehr. Dadurch wird keine spezielle Switch-Unterstützung benötigt.
Weitere Details zu den Bonding Modes finden Sie unter den Weblinks.
Neustart des Netzwerks
# /etc/init.d/network restart
DNS + Gateway Eintrag
Natürlich müssen für das richtige Routing und einem funktionierenden Internetzugang ein DNS-Server und ein Gateway in die Konfiguration eingetragen werden.
Der Gateway wird über folgenden Eintrag erstellt:
route add default gw xxx.xxx.xxx.xxx
Der DNS-Eintrag wird in /etc/resolv.conf erstellt:
nameserver xxx.xxx.xxx.xxx
Weblinks
Anleitung für Suse und Debian Distributionen
Konfiguration bonding (adaptive load balancing mode) in kernel 2.6.8-24.10 on SuSE 9.2
