NVIDIA vGPU Lizenzierung

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Für die Nutzung von NVIDIA vGPU Software zur Virtualisierung von GPU Ressourcen sind je nach Anwendungsfall unterschiedliche Lizenzen vorausgesetzt. Dieser Artikel erläutert die unterschiedlichen Lizenzen und geht auf die Funktionen ein, die man je nach Lizenz nutzen kann.

Lizenzen

Im Folgenden werden die Lizenzierungen für unterschiedliche Anwendungsfälle erläutert.

NVIDIA vApps

Die vApps Software ist für alle Session-basierten Lösungen und App Streaming, insbesondere Citrix Virtual Apps und Desktops oder RDSH (Remote Desktop Session Hosts). Dem Client werden also während seiner laufenden Session nur einzelne Applikationen und kein vollständiger Remote Desktop angeboten.

NVIDIA vPC

Die vPC Software wird verwendet, wenn den Clients vollständige Windows-Desktops inklusive Browser, Mediennutzung und andere Windows Applikationen zur Verfügung gestellt werden sollen.

NVIDIA RTX vWS

Die RTX vWS Software findet Verwendung, wenn rechenintensive Workloads, wie Grafikbeschleunigung eingesetzt werden. Mögliche Applikationen sind SOLIDWORKS, 3DExcite, Siemens NX und andere 3D Entwicklungswerkzeuge.

Funktionen

Die oben aufgeführten Lizenzen enthalten jeweils folgende tabellarisch aufgeführte Funktionen[1]:

Berechtigungen für Funktionen
Feature vApps vPC vWS
Lizenz Berechtigungen
Gleichzeitige Benutzer
Pro GPU
Enthaltene Funktionen
Desktop Virtualisierung
RDSH App Hosting 2
RDSH Desktop Hosting 2
Compute Virtualisierung
Windows Gast OS Support
Linux Gast OS Support
Maximale Anzahl Displays 13 4 4
Maximale Auflösung4 1280 x 1024 5120 x 2880 (5K) 7680 x 4320 (8K)
NVIDIA RTX Enterprise

Software Features

OpenGL, DirectX und Vulkan
CUDA und OpenCL Support 5
ECC und Page Retirement
Multi-vGPU
NVLink
GPU Pass Through Support7
Bare Metal Support8
Unterstützte vGPU Profilgrößen9
512 MB
1 GB
2 GB
3 GB
4 GB
5 GB
6 GB
8 GB
10 GB
12 GB
16 GB
20 GB
24 GB
32 GB
40 GB
48 GB

Hinweise
1Maximal 10 gleichzeitige Benutzer pro GPU
2Mit paketierter NVIDIA vApps Lizenz
3Gilt nur für die Konsolenanzeige in Remote-Anwendungsumgebungen. Details finden bei den Unterstützten GPUs
4Informieren Sie sich im Virtual GPU Software User Guide über die unterstützten Anzeigekonfigurationen für jedes Profil
5Unterstützt auf 8GB 1:1-Profil auf NVIDIA Maxwell und alle Profile auf Pascal
6ECC support startet mit Pascal
7Nur für 1:1 Profile unterstützt
8Nur NVIDIA M6-Hardware wird als primäres Anzeigegerät unterstützt
9Informieren Sie sich im Virtual GPU Software User Guide über die von Ihrem Grafikprozessor unterstützten vGPU-Profile

Lizenzmodelle

Alle Software-Lizenzen werden pro gleichzeitigen Benutzern (CCU - Concurrent Users) lizenziert. Für eine Lizenzierung muss entweder ein jährliches Abonnement abgeschlossen werden, welches in jedem Jahr erneuert werden muss, oder eine bleibende (Perpetual) Lizenz gekauft werden.

Abonnement

Erwirbt man die Nutzungsrechte als Abonnement, so können für vPC und vWS Lizenzen Abonnements für 1, 4 oder 5 Jahre abgeschlossen werden. Die vApps Lizenzen müssen jährlich erneuert werden.

Alle Lizenz-Kosten werden pro CCU berechnet.

Außerdem ist in jeder Lizenz eine SUMS (Support, Upgrade and Maintenance Service) eingeschlossen.

Perpetual

Erwirbt man bleibende Nutzungsrechte, werden auch diese pro CCU berechnet.

Anders als im Abo-Modell muss bei dieser Variante SUMS zusätzlich in einem jährlichen Abonnement hinzugebucht werden.

Education Preismodell

Für bildende und Forschungs-Einrichtungen bietet NVIDIA eine gesonderte Preisstruktur für die NVIDIA vWS Software an.

Auch hier stehen ein Abonnement- und ein Perpetual-Modell zur Verfügung[1].

Anwendungsfälle

Im folgenden sollen die häufigsten Anwendungsfälle für die jeweiligen Lizenzen aufgeführt werden.

Die Tabelle gibt an, welche Lizenzierung je nach Nutzung der Anwendung notwendig sind:

Anwendung vApps vPC vWS
Citrix Virtual Desktops
Omnissa Horizon 8 1
Citrix Virtual Apps und Desktops 1
Omnissa Horizon 8 RDSH 1
Andere Session-basierte / RDSH Anwendung 1
Microsoft RemoteFX
VMware vSGA
Microsoft Hyper-V (DDA)
Microsoft AzureStack GPU-P 1
RedHat Enterprise Linux mit KVM
Proxmox VE mit KVM 2

Hinweise
1Gilt für jede Session, die eine Workstation oder professionelle 3D-Anwendung nutzt
2Proxmox VE ist nicht offiziell von NVIDIA unterstützt.

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Virtual GPU Packaging and Licensing Guide (nvidia.com, November 2024)


Autor: Stefan Bohn

Stefan Bohn ist seit 2020 bei der Thomas-Krenn.AG beschäftigt. Ursprünglich als Berater für IT-Lösungen im PreSales beheimatet, wechselte er 2022 zum Product Management. Dort widmet er sich dem Wissenstransfer und treibt dabei auch das Thomas-Krenn Wiki voran.

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