Seit Windows Server 2016 kann mit Hilfe der diskreten Gerätezuweisung (Discrete Device Assignment, DDA) ein komplettes PCIe-Gerät in eine VM übertragen werden. Dies ermöglicht einen hochperformanten Zugriff auf Geräte wie NVMe SSDs oder Grafikkarten innerhalb einer VM bei Verwendung des normalen (nativen) Treiber des Geräts in der VM.
Möglichkeit, dem Betriebssystem die direkte Konfiguration der PCIe-Fabric zu gewähren (Native PCI Express Control)
Der PCIe Root Complex muss Access Control Services (ACS) unterstützen, die es Hyper-V ermöglichen, den gesamten PCIe-Datenverkehr durch die I/O MMU zu leiten.
Diese beiden Fähigkeiten werden normalerweise nicht direkt im BIOS des Servers angezeigt, sondern sind oft hinter anderen Einstellungen versteckt. Die gleichen Fähigkeiten sind beispielsweise für die SR-IOV-Unterstützung erforderlich, und im BIOS müssen Sie möglicherweise "Enable SR-IOV" einstellen.
Geräteanforderungen:
Nicht jedes PCIe-Gerät kann mit Discrete Device Assignment verwendet werden. Zum Beispiel werden ältere Geräte, die Legacy (INTx) PCI Interrupts nutzen, nicht unterstützt. In vier Blogbeiträgen von Jake Oshin werden weitere Einzelheiten erläutert.[2][3][4][5]
Nvidia stellt in der Virtual GPU Software Documentation eine Support Matrix bereit. Laut v17.0-17.3 vom 05.07.2024 gilt:[6]
Die folgenden GPU wird nur im anzeigelosen Modus (displayless mode) unterstützt und bieten keine Unterstützung für physische Anzeigen (physical displays):
Die folgenden GPUs werden nur im anzeigelosen Modus (displayless mode) unterstützt und bieten keine Unterstützung für physische Anzeigen (physical displays):
NVIDIA A40
NVIDIA RTX A5000 / A5500 / A6000
Quadro RTX 6000 / 6000 passive
Quadro RTX 8000 / 8000 passive
Bei GPUs mit mehr als 16 GB GPU-Speicher schlägt Microsoft Discrete Device Assignment (DDA) schlägt fehl. Einen Workaround zu diesem Problem finden Sie hier:
Microsoft stellt ein Machine Profile Script zur Verfügung, mit dem überprüft werden kann, welche Geräte eines Systems Discrete Device Assignment unterstützen:
Werner Fischer arbeitet im Product Management Team von Thomas-Krenn. Er evaluiert dabei neueste Technologien und teilt sein Wissen in Fachartikeln, bei Konferenzen und im Thomas-Krenn Wiki. Bereits 2005 - ein Jahr nach seinem Abschluss des Studiums zu Computer- und Mediensicherheit an der FH Hagenberg - heuerte er beim bayerischen Server-Hersteller an. Als Öffi-Fan nutzt er gerne Bus & Bahn und genießt seinen morgendlichen Spaziergang ins Büro.