SSH Login unter Debian mit fail2ban absichern

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Problem

In der Logdatei "/var/log/auth.log" treten mehrere fehlgeschlagene Loginversuche mit dem Protokoll SSH auf, die nicht von Ihnen stammen.

 Feb 19 09:21:15 servername sshd[22796]: pam_unix(sshd:auth): authentication failure; logname= uid=0 euid=0 tty=ssh ruser= rhost=218.207.xx.xx  user=root
 Feb 19 09:21:17 servername sshd[22796]: Failed password for root from 218.207.xx.xx port 22 ssh2

Erklärung

  • Der entfernte Benutzer hat (versehentlich) eine falsche Server IP verwendet und irrtümlicherweise versucht sich an Ihrem Server anzumelden. Die Anzahl der Loginversuche ist hier meistens gering.
  • Sie sind Opfer einer Brute Force Attacke, bei der automatisch ein Login mit Benutzer root und verschiedenen Passwörtern (z.b. aus sogenannten Wörterbuchdateien) versucht werden. Die Anzahl der Loginversuche ist hier erkennbar hoch.

Lösung

Sichern Sie Ihren SSH Login mit dem Tool fail2ban ab, verbieten Sie direkten Root Login oder melden Sie sich nur mit Public-Key-Verfahren an.

Was ist Fail2Ban

Fail2Ban ist ein in Python geschriebenes Programm, welches verschiedene Serverdienste gegen unbefugten Zugriff absichern kann. In dem Konfigurationsbeispiel unten, wird eine IP Adresse für 1 Stunde gesperrt, nachdem von dieser 4 fehlgeschlagene Anmeledeversuche für SSH stattgefunden haben.

Installation von Fail2Ban

sudo apt-get install fail2ban

Konfiguration Fail2Ban

Im Ordner /etc/fail2ban/ finden Sie die globale Konfigurationsdatei jail.conf. Diese jedoch nicht bearbeiten, da sie bei jeder Paketaktualisierung überschrieben wird. Die eigene Konfiguration geschieht in der "jail.local".

# To avoid merges during upgrades DO NOT MODIFY THIS FILE
# and rather provide your changes in /etc/fail2ban/jail.local>

Hierzu kopieren Sie die "jail.conf" nach "jail.local". sudo cp /etc/fail2ban/jail.conf /etc/fail2ban/jail.local

Setzen Sie die lokale IP Adresse Ihres Servers, die Zeit wie lange eine IP geblockt werden soll und die Anzahl der Versuche, nach denen geblockt werden soll:

ignoreip = 127.0.0.1
bantime  = 3600
maxretry = 3

Sie können die Parameter dann für einzelne Dienste (wie hier in dem Artikel der SSH Daemon) separat anpassen.

Definieren Sie nun die erforderlichen Parameter um den SSH Daemon zu überwachen:

enabled = true
port    = ssh
filter  = sshd
logpath  = /var/log/auth.log
maxretry = 4

Starten Sie anschließend fail2ban neu, damit die Änderungen übernommen werden.

sudo /etc/init.d/fail2ban restart

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