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      Open Source bedeutet Freiheit

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      • von Redaktion
      • in Expertentipps · Performance-Steigerung
      • — 02.07.2024 um 14:15
      Open_Source_Freiheit

      „Wir wählen die Freiheit!“ Dieser berühmte Satz stammt von Konrad Adenauer, dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Warum ein Zitat aus der Politik gut in die Welt der IT passt? Die Antwort: Open Source.

      Adenauers Zitat stammt aus dem Jahr 1952 – kurz nach dem zweiten Weltkrieg also. Große Teile von Deutschland standen unter dem Besatzungsrecht der Westalliierten. Das sollte sich erst 1955 mit den Pariser Verträgen ändern. Der Kanzler handelte Zugeständnisse aus und legte so den Grundstein für eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte: Aus ehemaligen Gegnern wurden Partner. Das Mehr an Souveränität und Freiheit war für alle ein positives Ergebnis; es war allerdings keine Abkehr von den Westalliierten. Und damit sind wir beim Thema Open-Source angelangt.

      Der Open-Source-Gedanke steht wie kaum ein anderes IT-Konzept für Freiheit, Unabhängigkeit und gegenseitige Unterstützung. Und es ist jederzeit möglich, wirtschaftlich erfolgreiche Geschäftsmodelle auf diesem Paradigma zu entwerfen, wie etwa der Markt für Mobilfunkgeräte besonders prominent untermauert. Gleichzeitig ist er eben kein Aufruf, der kommerziellen Welt den Rücken zu kehren. Schließlich hat auch diese ihre Vorteile und ihre Daseinsberechtigung: Wer die Freiheit wählt, wählt immer auch Innovation. Denn mit Blick auf die erfolgreichen Mechanismen des Wettbewerbs ist die offene Welt auch ein motivierendes Gegenstück für Anbieter der kommerziellen Welt, sich stets weiterzuentwickeln.

      Vielfalt befürworten, individuell anpacken

      Eine bisweilen geforderte mehr oder weniger generelle Abkehr von den US-Tech-Riesen ist daher auch keine Lösung. Es braucht beides. Und wie so oft in der Gesellschaft, im Zusammenleben und Zusammenwirtschaften gilt es daher, Vielfalt zu befürworten. Aus dem bisher Gesagten folgt: Es gibt nicht die eine Handlungsempfehlung und die eine richtige Herangehensweise. Denn jenseits der dahinterliegenden Konzepte – kommerziell oder offen – unterscheiden sich ja eben auch die Produkte und Lösungen. Open Source hat jenseits der erwähnten Unabhängigkeit weitere Vorteile.

      Chancen von Open Source

      • Kosteneffizienz: Die in der Regel kostenlose Lizenzierung ist sicher das größte Argument für Open Source – und sicherlich eines, das auch Stakeholder jenseits der Technik für die Sache gewinnt. Wo Big Tech bisweilen hemmungslos an der Lizenzschraube dreht, droht diese Gefahr im Open-Source-Umfeld nicht. Mahnendes Beispiel ist die für viele Unternehmen kostenintensive Entwicklung bei VMware seit der Übernahme durch Broadcom.
      • Flexibilität & Anpassungsfähigkeit: Befreit vom steifen Korsett der großen Tech-Anbieter ist ein Customizing von Lösungen deutlich einfacher. Wer wirklich maßgeschneiderte Umgebungen benötigt, kann mit offenem Quellcode naturgemäß eine individuellere Herangehensweise erreichen.
      • Schwarmwissen für mehr Sicherheit: Mögen Konzerne auch teilweise Milliardenbeträge in IT-Sicherheit investieren – das Schwarmwissen der Open-Source-Community kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Und in dieser, man muss es so nennen, Fanbase spielt die Leidenschaft für die Sache eine enorme Rolle. So wird mit besonders viel Eifer offen auf Sicherheitslücken etc. geprüft.

      Bei all diesen Vorteilen dürfen jedoch die Herausforderungen nicht gänzlich in Vergessenheit geraten. Eine sorgfältige Prüfung ist im Einzelfall immer unerlässlich, wie bei jeder Make-or-Buy-Entscheidung. Denn wir machen uns auch keine großen Gedanken, ob wir von einigen wenigen Hemden-Herstellern unabhängig sind – oder fangen gar selbst an, maßgeschneiderte Oberbekleidung anzufertigen. Je nach Anwendungsszenario können sich Vorteile von Open Source daher auch ins Gegenteil verkehrten.

      Herausforderungen von Open Source

      • Komplexität: Wo sich viel anpassen und ändern lässt, können zugehörige Projekte entsprechend schwer zu managen sein. Das gilt einmal für das Requirement Management, aber auch für die Individuen, die coden. So kann zum Beispiel schon auch einmal der Blick aufs große Ganze verloren gehen, wenn Unternehmen, die sonst nicht mit der Software-Entwicklung vertraut sind, auf einmal damit beginnen.
      • Kostenrisiko: Aus dem Aspekt der Komplexität ergibt sich nicht nur ein Risiko im Hinblick auf die angestrebte Lösung bzw. ob diese erreicht werden kann, sondern auch, welche Ressourcen eingesetzt werden müssen. Selbst wenn sich die Investitionen am Ende lohnen, können sie während einer arbeitsintensiveren Projektphase zum Risiko werden.
      • Kleinteiligkeit: Wenn kleinere Add-ons zum Einsatz kommen, kann es passieren, dass diese ungewollt zu kritischen Komponenten werden. Denn deren Weiterentwicklung ist nicht garantiert, kann sich verzögern usw. Die freie Welt wird mit großer Wahrscheinlichkeit immer eine Alternative bieten – diese muss jedoch mit einem gewissen Aufwand gesucht und eingepasst werden.
      • Know-how: Wer ein fertiges Produkt kauft, weiß, was er bekommt – mit allen Vor- und Nachteilen. Das ist in der Welt von Open Source anders. Hier spielt das Know-how der Beteiligten eine entscheidende Rolle. Das Schwarmwissen ist ein Pfund, doch es ist mit keinerlei Garantien für den Einzelfall versehen.

      Die genannten Risiken können natürlich auch in der kommerziellen Welt auftreten – ohne Know-how lassen sich in der Regel auch bekannte Produkte nicht implementieren. Gerade deswegen ist es so wichtig, den jeweiligen Use Case auf Open-Source-Tauglichkeit zu prüfen. Denn nur weil die Idee an sich großartig ist, muss sie nicht für jedes Unternehmen die richtige sein.

      Fazit: Mehr Open Source wagen

      Um noch einmal einen großen deutschen Politiker zu bemühen, sei in Anlehnung an Willy Brandt gesagt: Lasst uns mehr Open Source wagen – ohne dabei die kommerzielle Welt aus der IT zu verbannen. Das Thema ist letztlich sogar größer als Technologie, es betrifft auch die Politik und die ganze Gesellschaft: Wie viel wollen wir wirklich in Unabhängigkeit investieren? Wie würden unsere Handelspartner eine Abkehr aufnehmen? Welche (negativen?) Folgen gäbe es dadurch an anderer Stelle? Es wäre vermessen, aus eindimensionaler Sicht die Abkehr von Big Tech zu fordern. Der richtige Weg dürfte vielmehr sein, Souveränität mit Partnerschaft unter einen Hut zu bekommen. Oder kurz wiederholt: Lasst uns mehr Open Source wagen.

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      Einen detaillierten Vergleich zwischen den Chancen von Open Source und Closed Source für Unternehmen finden Sie in diesem TKmag-Artikel.

      Tags: Open SouceSoftware

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