FAQs Stratus Avance Cluster

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FAQs zum Stratus Avance Cluster

Was wird in Avance als Datenträger bezeichnet?

Ein Datenträger ist Teil einer Shared-Mirror-Festplatte. Dieser wird in einer virtuellen Maschine als Festplatte angezeigt.

Was ist eine Shared-Mirror-Festplatte?

Eine Shared-Mirror-Festplatte besteht aus zwei Festplatten, eine von jedem physischen Gerät, die zusammen einen logischen Datenträger bilden. Die Shared-Mirror-Festplatte kann wiederum verwendet werden, um Datenträger für virtuelle Maschinen zu erstellen. VCDs werden ebenfalls auf Shared-Mirror-Festplatten gespeichert.

Shared-Mirror-Synchronisierung

Avance synchronisiert die Shared-Mirrors der sekundären PM automatisch mit denen der primären PM. Wenn Laufwerke geändert oder PMs wiederhergestellt wurden, ist wahrscheinlich zusätzliche Zeit für die Datensynchronisierung erforderlich. In diesem Fall wird im Navigationsbereich ein Beschäftigt-Symbol angezeigt. Während des Synchronisierungsvorgangs darf keine PM entfernt werden.

Was ist eine Avance VM-Konsole?

Sie können eine Avance VM-Konsole über die Avance Management-Konsole zur Überwachung und Verwaltung einer virtuellen Maschine starten. Bei Windows-VMs zeigt die Konsole den Windows-Desktop und bei Linux-VMs die Befehlszeilenoberfläche der VM an.

Was ist eine Site-ID?

Die Site-ID ist eine eindeutige Kennzeichnung Ihres Avance-Systems. Sie müssen diese ID angeben, wenn Sie bei einem Support-Anbieter ein Problem melden, z. B. bei Nutzung des sicheren Remote Service Network von Stratus.

Wozu dient der Wartungsmodus?

Der Wartungsmodus bereitet eine physische Maschine auf Hardware-Wartungsaktivitäten und Konfigurationsvorgänge vor, die ggf. ein Herunterfahren oder Neustarten der PM erfordern.

Wird eine physische Maschine in den Wartungsmodus versetzt, sorgt das dafür, dass ggf. alle virtuellen Maschinen unterbrechungsfrei auf die andere physische Maschine verschoben werden und durch die Wartung keine Störung des Betriebs entsteht.

Werden beide physischen Maschinen in den Wartungsmodus versetzt, fahren alle virtuellen Maschinen ordnungsgemäß herunter. Dadurch wird deren Speicherzustand vor dem Herunterfahren oder Neustart der physischen Maschinen geschützt.

In den meisten Fällen schützt Sie die Avance Management-Konsole vor dem Ausführen von Aktionen, die den Betrieb stören, wenn sich eine oder beide physischen Maschinen dabei nicht im Wartungsmodus befinden. Damit diese Präventivmaßnahmen nicht umgangen werden können, sollten Sie die physischen Maschinen über die Seite Physical Machines starten und stoppen.

USV-Kapazität abschätzen

Welche Akkuleistung benötigt wird, hängt davon ab, wie viel Speicher den VMs zugeteilt ist. Orientieren Sie sich an folgender Daumenregel:

  • 2 Minuten, um kurze Stromausfälle zu überbrücken.
  • N Minuten, um laufende Migrationen zu beenden.
    • "N" ist die Speicherkapazität, die allen VMs zugeteilt wurde, geteilt durch 2.
  • Angenommen, es wurden 8 GB zugeteilt, dann benötigen Sie 4 zusätzliche Minuten Akkustandzeit.
    • 3 Minuten zum Herunterfahren der VMs.
    • 2 Minuten zum Herunterfahren der PMs.
    • In diesem Beispiel mit 8 GB Speicher für die VMs benötigen Sie demnach eine USV mit 11 Minuten Akkukapazität.

Was ist in einer Diagnosedatei enthalten?

Eine Diagnosedatei ist eine komprimierte Datei, die aus Protokolldateien und Konfigurationsdaten besteht. Die Art der Informationen, die in der Diagnosedatei enthalten sind, richtet sich nach dem generierten Dateityp:

  • Minimal: enthält Protokolldaten für die letzten 24 Stunden
  • Medium: enthält Protokolldaten für die letzten 7 Tage
  • Full: enthält alle verfügbaren Protokolldaten sowie eine Statistik für das Avance-System und etwaige Dumps, die für Linux-VMs erstellt wurden.
  • Die Statistik enthält eine Leistungsstatistik der letzten 7 Tage
  • Die Dumps umfassen alle Speicherauszugsdateien, die für Linux-VMs erstellt wurden.

Was ist Call-Home & Dial-in?

  • Über die Call-Home-Funktion kann das Avance-System Alarme an Ihren Avance-Service-Provider senden.
  • Über die Fernwartung kann ein Avance-Techniksupport-Anbieter aus der Ferne auf das Avance-System zugreifen.
  • Das Stratus Secure Remote Service Network bietet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur für die bidirektionale Überwachung, Fehlerbehebung und Zusammenarbeit.

Avance und MTBF-Berechnungen

Bei jedem Ausfall einer Komponente (System/Datenträger) wird die MTBF (Mean Time Between Failure, mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen) anhand der Ausfallhistorie des Geräts neu berechnet. Wenn der MTBF-Wert unter einen festgelegten Grenzwert fällt, wird das Gerät nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch wird verhindert, dass der automatische Reparaturvorgang weiterläuft, wenn bei dem Gerät ein Hardwaredefekt auftritt.

Was versteht man unter einer physischen Maschine?

Eine physische Maschine ist ein einzelnes Serversystem, das eine Hälfte (einen Knoten) eines Avance-Systems ausmacht. Durch Kombination zweier physischer Maschinen entsteht in einer hochverfügbaren Rechenumgebung Hardwareredundanz.

Was ist ein Repository?

Ein Repository enthält Software-Pakete (RPM-Dateien), die zur Installation einer Linux-VM notwendig sind. Damit unterscheidet es sich von einer CD- oder DVD-ROM, die ein ISO-Image enthält. Linux-Anbieter und -Distributoren stellen im Internet Repository-Sammlungen bereit. Ein Beispiel hierfür sind die Repositorys von CentOS unter http://vault.centos.org/ . Sie können auf einem Avance-System eine Linux-VM direkt von einem solchen Internet-Repository oder von einem webbasierten Repository in Ihrem lokalen Intranet installieren.

Was ist ein gemeinsames (shared) Netzwerk?

Ein gemeinsames Netzwerk ist eine physische Netzwerkschnittstelle, die gemeinsam von mehreren VMs genutzt wird. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Paar von Netzwerkkarten – eine auf jeder physischen Maschine – das redundante Pfade zu diesem Netzwerk bereitstellt, wodurch einem Ausfall einer der Netzwerkkarten vorgebaut wird. In der Avance Management-Konsole werden nur die Netzwerke angezeigt, die über eine physische Verbindung zu beiden physischen Maschinen verfügen. Sollte ein Netzwerk nicht angezeigt werden, stellen Sie sicher, dass die Netzwerkverbindungskabel richtig angeschlossen sind.

Was versteht man unter einer virtuellen CD?

Eine virtuelle CD (VCD) ist eine ISO-Imagedatei, die sich auf einem Speichergerät auf dem Avance-System befindet. Der Virtual CD Creation-Assistent wird verwendet, um die ISO-Datei von einem Netzwerkpfad oder einer physischen CD- oder DVD-ROM auf den Speicher des Avance-Systems zu kopieren und die virtuelle CD bei Avance zu registrieren. Die erstellte CD kann zur Installation der Software genutzt werden. Im VM Creation-Assistenten wird die virtuelle CD ausgewählt, die zur Installation des Windows-Betriebssystems verwendet werden soll. Eine virtuelle CD wird auch genutzt, um Windows-Anwendungen auf einer virtuellen Maschine zu installieren.

Was sind paravirtualisierte Treiber?

Paravirtualisierte Treiber für Netzwerk und Festplatten:

  • sorgen bei Fehlern für ein korrektes Failover der virtuellen Maschinen zwischen den physischen Maschinen.
  • ermöglichen für Netzwerk- und Speicheruntersysteme bedeutende Leistungsverbesserungen.
  • ermöglichen die Nutzung von Windows-Festplattenkonfigurationen mit mehr als 3 Datenträgern.

Wie kann ein Backup erstellt werden?

Es gibt derzeit kein File-basierendes, auf VSS aufbauendes "Backup" für Avance. Ein Backup kann in einer VM per Backup-Software erstellt werden. Es gibt ebenfalls eine Export-Funktion, die ein komplettes Abbild einer VM erstellt. Dazu muss die VM aber komplett gestoppt werden.

Ist es möglich, einen LoadBalancer vor den Avance Cluster zu schalten?

Nein, ein Lastenausgleich über einen LoadBalancer ist nicht möglich.

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