VMware ESXi 3.5 mit EMC iSCSI AX4-5i Multipathing Konfiguration

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VMware bietet seit ESX/ESXi 3.5 mehrere Möglichkeiten für iSCSI Multipathing mit dem Software Initiator. Dieser Artikel zeigt ein konkretes Setup mit VMware ESXi und einem Dual-Controller EMC iSCSI AX4-5i Storage System. Beim Einsatz von ESX statt ESXi muss für die iSCSI Verbindung zusätzlich ein Service Console Port konfiguriert werden.

Die anschließenden Tests zeigen, dass mit der gewählten Konfiguration eine hochverfügbare Anbindung an den Storage erreicht wird.

Beispielsetup

Folgende Komponenten kommen zum Einsatz:

  • EMC AX4-5i (iSCSI Storage mit redundanten Controllern)
  • SR2500 Server
  • 2 dedizierte GBit-Ethernet-Switche für iSCSI Traffic

Die Konfiguration basiert auf der EMC Anleitung AX4 Planning Your AX-Series Storage-System Configuration[1] sowie auf den VMware viops Artikel Integrating EMC Clarriion ISCSI with ESX 3.5[2].

Hier die Darstellung des schematischen Aufbaus:

IP-Konfiguration Netzwerk 1 (Switch 1)

Port IP Adresse Subnetz Maske Gateway
AX4-5i Storage processor A iSCSI port 0 (A0) 172.31.1.150 255.255.255.0 0.0.0.0
AX4-5i Storage processor B iSCSI port 0 (B0) 172.31.1.151 255.255.255.0 0.0.0.0
ESXi Server iSCSI NIC 1 172.31.1.101 255.255.255.0 0.0.0.0

IP-Konfiguration Netzwerk 2 (Switch 2)

Port IP Adresse Subnetz Maske Gateway
AX4-5i Storage processor A iSCSI port 1 (A1) 172.31.2.150 255.255.255.0 0.0.0.0
AX4-5i Storage processor B iSCSI port 1 (B1) 172.31.2.151 255.255.255.0 0.0.0.0
ESXi Server iSCSI NIC 2 172.31.2.101 255.255.255.0 0.0.0.0

VMware Netzwerk Konfiguration

Die beiden Screenshots zeigen die Netzwerk-Konfiguration unter VMware:

Beschreibung Screenshot
Netzwerk Konfiguration
Netzwerk Adapter

VMware iSCSI Software Initiator Konfiguration

Die drei Screenshots zeigen die iSCSI Software Initiator Konfiguration unter VMware:

Beschreibung Screenshot
General Tab
Dynamic Discovery Tab
Storage Adapter Übersicht - hier werden bereits die 4 Pfade erkannt

Erstellen des VMFS Storages

Auf der AX4-5i ist ein logical drive mit 200 GB vorhanden. Dieses wird nun als VMFS Datastore eingerichtet:

Beschreibung Screenshot
Add Storage Wizard: Auswahl des Storage-Typs
Add Storage Wizard: Auswahl der Device Location
Add Storage Wizard: Anzeige des Disk Layouts
Add Storage Wizard: Benennung des Datastores
Add Storage Wizard: Formatierung mit VMFS-3
Add Storage Wizard: Zusammenfassung
Storage Konfiguration nach Abschluss des Add Storage Wizards

Ausfallszenarien und Pfad-Failover

Die folgenden Tests zeigen über welche Pfade die Verbindung zum Storage beim Ausfall des aktiven Pfades aufrecht erhalten wird.

Ausganssituation

Zu Beginn geht der aktive Storage Pfad vom Server zum Port A0 auf dem Storage System.

Beschreibung Screenshot
Eigenschaften des iSCSI Datastore
Manage Paths Dialog: der Pfad vmhba37:3:0 (zum Port A0 am Storage System) ist der aktive Pfad
Policy Auswahl
Pfad Status

Pfad-Failover bei Ausfällen

Bei den folgenden Ausfallstests dauerte es jeweils rund ca. 50 Sekunden bis der Storage-Zugriff nach dem Ausfall wieder möglich war. In einem Gastsystem mit Windows 2003 R2 ist dabei IOmeter ohne Unterbrechung gelaufen - einzige Einschränkung war, dass für 50 Sekunden kein IO möglich war. Danach liefen die IOmeter Tests ohne Unterbrechung weiter.

Beschreibung Screenshot
Ausfall von Switch 1, Verbindung zum Storage-Port A1 wird aktiv
Switch 1 ist nach dem Ausfall wieder online, Verbindung zum Storage-Port A1 bleibt aktiv
Ausfall von Switch 2, Verbindung zum Storage-Port A0 wird aktiv
Switch 2 ist nach dem Ausfall wieder online, Verbindung zum Storage-Port A0 bleibt aktiv
Ausfall der Verbindung vom Server zum Switch 1, Verbindung zum Storage-Port A1 wird aktiv
zusätzlich zum Ausfall der Verbindung vom Server zum Switch 1 nun auch Ausfall der Verbindung von Switch 2 zum Port A1 am AX4-5i Storage System, Verbindung zum Storage-Port B1 wird aktiv (das ist der letzte verfügbare Pfad). Durch diesen Wechsel des aktiven Pfades von A1 auf B1 kommt es im Storage System zu einem SP Failover (Storage Processor Failover, Controller Failover). Auch hier ist bereits nach ca. 50 Sekunden wieder IO-Zugriff möglich.

Fazit

In allen gezeigten Ausfallszenarien ist bereits nach ca. 50 Sekunden wieder ein IO-Zugriff möglich. Die virtuellen Maschinen laufen dabei weiter, auch Anwendungen in den virtuellen Maschinen (im Test IOmeter) laufen nach den ca. 50 Sekunden normal weiter.

Durch den Einsatz einer iSCSI AX4-5i mit redundanten Controllern (Storage Prozessoren), zwei unabhängigen Ethernet-Switches und der Konfiguration von zwei virtuellen Switches in VMware für den iSCSI Software Initiator wird eine hochverfügbare Anbindung an den Storage erreicht.

Referenzen

  1. AX4 Planning Your AX-Series Storage-System Configuration (customized document), Seite 12 Dual-SP storage system connected to a dedicated iSCSI network (multiple-initiator servers). Weitere Installationsanleitungen sind auf den EMC Supportseiten zur AX4-5 erhältlich.
  2. http://viops.vmware.com/home/docs/DOC-1228

Weitere Informationen


Autor: Werner Fischer

Werner Fischer arbeitet im Product Management Team von Thomas-Krenn. Er evaluiert dabei neueste Technologien und teilt sein Wissen in Fachartikeln, bei Konferenzen und im Thomas-Krenn Wiki. Bereits 2005 - ein Jahr nach seinem Abschluss des Studiums zu Computer- und Mediensicherheit an der FH Hagenberg - heuerte er beim bayerischen Server-Hersteller an. Als Öffi-Fan nutzt er gerne Bus & Bahn und genießt seinen morgendlichen Spaziergang ins Büro.


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