Ollama installieren

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Ollama ermöglicht den lokalen Betrieb von Large Language Models (LLMs) auf einem Linux-Server. Die Modelle werden auf der eigenen Hardware ausgeführt und können über die Kommandozeile oder eine HTTP-API verwendet werden.

Dieser Artikel zeigt die native Installation von Ollama unter Ubuntu Server. Als Beispiel wird ein kleines Modell heruntergeladen und anschließend über die Kommandozeile sowie die lokale API getestet.


Voraussetzungen

Die Anleitung ist für Ubuntu Server 24.04 LTS ausgelegt. Die Installation funktioniert in der Regel auch unter Ubuntu Server 26.04 LTS und 22.04 LTS. Bei GPU-Systemen sollte vorab geprüft werden, ob ein passender Treiber für die eingesetzte Ubuntu-Version verfügbar ist.

Für erste Tests werden folgende Ressourcen empfohlen:

  • Benutzer mit sudo-Rechten
  • mindestens 8 GB Arbeitsspeicher
  • mindestens 20 GB freier Speicherplatz
  • Internetzugang für Installation und Modelldownload
  • optional eine unterstützte NVIDIA- oder AMD-GPU

Prüfen Sie die installierte Ubuntu-Version:

cat /etc/os-release

Aktualisieren Sie das Betriebssystem:

sudo apt update && sudo apt upgrade -y

Installieren Sie curl:

sudo apt install -y curl

Ollama installieren

Führen Sie das offizielle Installationsskript aus:

curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh


Prüfen Sie anschließend die installierte Version:

ollama -v

Das Installationsskript richtet einen systemd-Dienst ein. Prüfen Sie dessen Status:

sudo systemctl status ollama

Der Dienst sollte mit dem Status active (running) angezeigt werden.

Falls der Dienst nicht gestartet ist, aktivieren und starten Sie ihn manuell:

sudo systemctl enable --now ollama

Erstes Modell starten

In diesem Beispiel wird gemma3:4b verwendet. Das Modell benötigt beim Download etwa 3,3 GB Speicherplatz und eignet sich für einen ersten Funktionstest.

Starten Sie das Modell:

ollama run gemma3:4b

Beim ersten Aufruf lädt Ollama das Modell automatisch herunter. Abhängig von der Internetverbindung kann dies einige Minuten dauern.


Geben Sie anschließend beispielsweise folgende Anfrage ein:

Erkläre den Unterschied zwischen RAID 5 und RAID 6.

Beenden Sie die Sitzung mit:

/bye

Zeigen Sie die installierten Modelle an:

ollama ls

GPU-Nutzung prüfen

Ollama verwendet eine unterstützte GPU automatisch, wenn der benötigte Treiber installiert ist.

Starten Sie das Modell und öffnen Sie anschließend eine zweite SSH-Sitzung:

ollama run gemma3:4b

Prüfen Sie dort die aktuelle Ausführung:

ollama ps

Die Spalte PROCESSOR zeigt, ob das Modell auf der CPU, der GPU oder auf beiden ausgeführt wird.

Bei einer NVIDIA-GPU kann die Auslastung zusätzlich geprüft werden:

nvidia-smi

Wenn keine unterstützte GPU vorhanden ist, führt Ollama das Modell über CPU und Arbeitsspeicher aus. Die Antwortzeiten sind dann in der Regel länger.


Ollama-API prüfen

Ollama stellt standardmäßig eine lokale HTTP-API auf Port 11434 bereit.

Zeigen Sie die vorhandenen Modelle über die API an:

curl http://127.0.0.1:11434/api/tags

Bei einer erfolgreichen Verbindung wird eine JSON-Antwort mit den installierten Modellen zurückgegeben.

Die lokale API wird beispielsweise von Open WebUI, n8n und eigenen Anwendungen verwendet.

Optional: Zugriff aus dem lokalen Netzwerk

Ollama lauscht standardmäßig nur auf 127.0.0.1. Soll ein anderes System im lokalen Netzwerk auf die API zugreifen, muss die Bind-Adresse angepasst werden.

Öffnen Sie die systemd-Erweiterung:

sudo systemctl edit ollama.service

Fügen Sie folgenden Inhalt ein:

[Service]
Environment="OLLAMA_HOST=0.0.0.0:11434"

Übernehmen Sie die Änderung:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl restart ollama

Prüfen Sie anschließend den Port:

sudo ss -tulpn | grep 11434

Die Ollama-API besitzt bei lokal betriebenen Modellen standardmäßig keine eigene Benutzerauthentifizierung. Port 11434 sollte daher nur für benötigte Systeme freigegeben und nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein.

Beispiel für die Freigabe eines internen Subnetzes mit UFW:

sudo ufw allow from 192.168.1.0/24 to any port 11434 proto tcp

Passen Sie das Subnetz an die eigene Umgebung an.

Weitere Ollama-Umgebungsvariablen können in derselben systemd-Erweiterung ergänzt werden. Alle Environment="..."-Zeilen werden gemeinsam unter einem [Service]-Block eingetragen.

Ollama aktualisieren

Unter Linux wird Ollama durch erneutes Ausführen des Installationsskripts aktualisiert:

curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh

Die bereits heruntergeladenen Modelle bleiben erhalten.

Prüfen Sie anschließend die Version:

ollama -v

Troubleshooting

Ollama-Dienst läuft nicht

Prüfen Sie den Dienststatus:

sudo systemctl status ollama

Zeigen Sie die letzten Protokolleinträge an:

sudo journalctl -e -u ollama

Modell startet nicht

Prüfen Sie den verfügbaren Speicherplatz:

df -h

Zeigen Sie die installierten Modelle an:

ollama ls

Laden Sie das Modell bei Bedarf erneut herunter:

ollama pull gemma3:4b

Port 11434 ist nicht erreichbar

Prüfen Sie, ob Ollama auf dem Port lauscht:

sudo ss -tulpn | grep 11434

Starten Sie den Dienst neu:

sudo systemctl restart ollama

Quellen

Autor: Florian Müller

Florian Müller hat bereits 2008 seine Ausbildung bei Thomas-Krenn gemacht und war danach in der internen IT-Administration tätig. Mittlerweile ist er im Presales Consulting Team und unterstützt Kunden und Kollegen beim Sizing und der Planung von komplexen IT-Projekten.

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