NVIDIA vGPU für RDS-Sitzungen unter Windows Server aktivieren

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Bei Windows Server kann es vorkommen, dass Anwendungen innerhalb einer RDS-Sitzung die zugewiesene NVIDIA vGPU nicht verwenden. Stattdessen nutzt Windows standardmäßig den Microsoft Basic Render Driver. Dadurch können insbesondere DirectX-basierte 3D-Anwendungen nicht auf die GPU zugreifen.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie die NVIDIA vGPU für RDS-Sitzungen aktivieren.


Voraussetzungen

Die NVIDIA vGPU muss der virtuellen Maschine zugewiesen und der passende Gasttreiber installiert sein.

Prüfen Sie zuerst, ob Windows die vGPU erkennt:

nvidia-smi

Der Befehl sollte die zugewiesene GPU und den verfügbaren Grafikspeicher anzeigen.


Gruppenrichtlinie aktivieren

Öffnen Sie über Windows-Taste + R den Dialog Ausführen und starten Sie:

gpedit.msc

Navigieren Sie zu:

Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktop-Sitzungshost > Remotesitzungsumgebung


Aktivieren Sie die Richtlinie:

Hardwaregrafikadapter für alle Remotedesktopdienste-Sitzungen verwenden

Der englische Name lautet:

Use the hardware default graphics adapter for all Remote Desktop Services sessions


Starten Sie die Windows-Server-VM anschließend neu.

GPU-Nutzung prüfen

Stellen Sie erneut eine RDS-Verbindung her und starten Sie eine Anwendung, die GPU-Beschleunigung verwendet.

Prüfen Sie die Auslastung im Task-Manager unter:

Leistung > GPU

Alternativ können Sie erneut folgenden Befehl ausführen:

nvidia-smi

Wenn weiterhin keine GPU angezeigt wird, prüfen Sie den NVIDIA-vGPU-Gasttreiber, das zugewiesene vGPU-Profil und die Lizenzierung.

Hintergrund

NVIDIA beschreibt dieses Verhalten für alle unterstützten Windows-Server-Gastbetriebssysteme. Die Standardeinstellung verwendet den Microsoft Basic Render Driver, da Software-Rendering für einfache 2D-Anwendungen effizienter sein kann. DirectX-basierte 3D-Anwendungen können dadurch jedoch nicht auf die GPU zugreifen.

Quellen

Autor: Florian Müller

Florian Müller hat bereits 2008 seine Ausbildung bei Thomas-Krenn gemacht und war danach in der internen IT-Administration tätig. Mittlerweile ist er im Presales Consulting Team und unterstützt Kunden und Kollegen beim Sizing und der Planung von komplexen IT-Projekten.

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