Linux Mint

Linux Mint gehört zu den beliebtesten Linux-Distributionen weltweit und gilt seit Jahren als eine der benutzerfreundlichsten Alternativen zu Windows.[1] Die auf Ubuntu basierende Desktop-Distribution verbindet ein vertrautes Bedienungskonzept mit hoher Stabilität, großer Softwareauswahl und einem klaren Fokus auf Alltagstauglichkeit.
Damit ist Linux Mint besonders für Einsteiger eine empfehlenswerte Distribution.
Geschichte & Hintergrund
Linux Mint wurde 2006 von dem Entwickler Clement Lefebvre ins Leben gerufen[2]. Das Projekt startete als kleines Community-Projekt, das Ubuntu um zusätzliche Multimedia-Funktionen und benutzerfreundliche Standards ergänzen sollte.[3]
Motivation
Linux Mint soll den Umstieg auf Linux erleichtern. Es bietet ein fertiges, vertrautes und alltagstaugliches System, das ohne Expertenwissen genutzt werden kann.[4]
Community
Durch eine engagierte Community, wie es bei Linux üblich ist, wuchs die Distribution stetig. Finanziert wird Mint größtenteils durch Spenden, Sponsoring und freiwillige Unterstützung.[5]
Durch diese offene Struktur bleibt Mint unabhängig und kann sich auf die Bedürfnisse der Nutzer konzentrieren.
Allgemeine Infos
Linux Mint ist eine auf Ubuntu basierende Linux-Distribution, die speziell für den Desktop-Gebrauch entwickelt wurde. Sie legt großen Wert auf Benutzerfreundlichkeit, Stabilität und ein vertrautes Bedienkonzept.[6]
Daneben gibt es noch die Linux Mint Debian Edition, welche auf einen Debian Kernel aufsetzt.
Zielgruppe
Linux Mint eignet sich perfekt für Ein- bzw. Umsteiger von anderen Gängigen Betriebssystemen, wie z.B. Windows oder macOS.
Durch mehrere Desktop-Editionen, einen großen Softwarekatalog und praktische Systemwerkzeuge bietet Linux Mint zugleich aber auch genug Flexibilität für erfahrene Linux Nutzer.
Philosophie
Der Entwicklung von Linux Mint liegt folgende Philosophie zugrunde:
- Sofortige Nutzbarkeit: Den Entwicklern war es wichtig mit Mint eine Distribution zu schaffen, die sofort ohne große Nachkonfiguration Nutzbar ist.
- Kein Terminalzwang: Mint soll sich für Einsteiger vertraut anfühlen. Wie bei anderen Distributionen üblich, ist es bei Linux Mint nicht notwendig das Terminal zu benutzen.
- Open-Source: Mint ist, wie alle Linux Distributionen Open-Source. kostenlos, frei und von der Community Entwickelt und finanziert.[7]
- Stabilität: Linux Mint legt großen Wert auf zuverlässige und fehlerfreie Nutzung im Alltag.
Statt ständig neuen Funktionen oder experimentellen Technologien setzt Mint auf bewährte Softwareversionen, die ausgiebig getestet wurden.
Eigenschaften
Linux Mint ist speziell für den Einsatz als Desktop-Betriebssystem entwickelt. Alle Funktionen, Menüs und Anwendungen sind darauf ausgelegt, alltägliche Aufgaben möglichst einfach und komfortabel zu gestalten.[8]
Vollständige Multimedia-Unterstützung
Im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen oder anderen Betriebssystemen kommt Linux Mint mit vollständiger Multimedia-Unterstützung direkt nach der Installation.
Audio- und Video-Codecs, die bei anderen Systemen erst nachinstalliert werden müssen, sind bei der Standartinstallation von Mint direkt mit inbegriffen.
Desktop-Umgebungen
Mint setzte auf verschiedene Desktop Darstellungen, die je nach System besser für den User geeignet sind. Vom Aufbau sind diese relativ ähnlich, sodass jeder Mint Nutzer auf mit anderen Systemen umgehen kann und der Umstieg erleichtert wird.
Cinnamon
Cinnamon ist die Haupt-Edition von Linux Mint und wurde speziell für die Distribution entwickelt. Die Desktop Umgebung bietet ein modernes, klassisches Bedienkonzept mit Startmenü und Panel, so wie man es aus anderen Betriebssystemen kennt.
MATE
MATE ist eine Desktop-Umgebung, die auf den ersten Blick sehr an das Design von Cinnamon erinnert. Allerdings benötigt Sie weniger Ressourcen und eignet sich daher besonders für ältere Rechner oder Anwender, die eine klassische Bedienoberfläche ohne visuellen Spielerein bevorzugen.
Xfce
Auch die Xfce Desktop-Umgebung Erinnert wieder an Cinnamon. Im Gegensatz zu MATE benötigt Xfce noch weniger Ressourcen und ist daher noch besser für langsame und alte Geräte mit wenig Leistung geeignet.
Trotz des geringen Ressourcenverbrauch ist Xfce funktional und flexibel anpassbar.
Kernel-Versionen
Neben den Versionen mit Ubuntu Kernel gibt es die LMDE Version. Diese basiert auf einem Debian Kernel und ist perfekt für jeden geeignet, der nicht von Ubuntu abhängig sein will. Der Look der Debian Version erinnert sehr an den der Ubuntu Version, damit sich auch die User der LMDE Version auf Ubuntu Systemen zurechtfinden.
Versionsmodell
Linux Mint veröffentlicht seine Hauptversionen in der Regel kurz nach den Ubuntu-LTS-Releases.
Da es auf Ubuntu aufbaut, übernimmt es dessen Kernel- und Paketbasis und entwickelt darauf das eigene System.
Zwischen den Hauptversionen erscheinen kleinere Updates, die neue Funktionen, Anpassungen und aktualisierte Software enthalten.
LTS-Fokus
Linux Mint setzt fast ausschließlich auf Long Term Support (LTS). Dadurch bleibt das System langfristig nutzbar, ohne dass der Nutzer häufig upgraden muss.
Codenamen & Namensschema
Jede Mint Version trägt einen weiblichen Vornamen, der alphabetisch sortiert ist.
Dadurch lassen sich verschiedene Versionen unterscheiden, ohne dass man auf Version-Nummern angewiesen ist.
Versionsübersicht
Linux Mint erscheint in Hauptversionen und Zwischenversionen. Die Ubuntu-LTS-Ausgaben erhalten mehrere Jahre Support.
Eine detaillierte Übersicht über die Mint Versionen finden Sie zusammen mit den LMDE Versionen im Wiki Artikel Linux Mint Versionsverlauf.
| Version | Codename | Basis | Erscheinungsjahr | Support bis |
|---|---|---|---|---|
| 21 | Vanessa | Ubuntu 22.04 LTS | 2022 | 2027 |
| 21.1 | Vera | Ubuntu 22.04 LTS | 2022/23 | 2027 |
| 21.2 | Victoria | Ubuntu 22.04 LTS | 2023 | 2027 |
| 21.3 | Virgina | Ubuntu 22.04 LTS | 2024 | 2027 |
| 22 | Wilma | Ubuntu 22.04 LTS | 2024 | 2029 |
| 22.1 | Xia | Ubuntu 22.04 LTS | 2025 | 2029 |
| 22.2 | Zara | Ubuntu 22.04 LTS | 2025 | 2029 |
| 22.3 | Zena | Ubuntu 22.04 LTS | 2026 | 2029 |
Community & Support
Linux Mint besitzt eine groß und engagierte Nutzergemeinschaft. Die Community trägt, wie es bei ähnlichen Linux-Distributionen üblich ist, viel zum Projekt bei.
Dank dieser Beteiligung entwickelt sich Mint stetig weiter und bleibt nah am Bedarf der Nutzer.
Offizieller Support
Mint bietet einige offizielle Stellen, an denen man Support bzw. Informationen erhält.
- Offizielle Website
- Release Notes und technische Dokumentationen
- Mint-Blog
Community-Foren & Austausch
Neben den offiziellen Seiten gibt es mehrere Community-Projekte, bei denen sich Nutzer austauschen können.
- Forum
- Verschiedene Community Wikis
- Subreddits wie r/linuxmint
Einzelnachweise
- ↑ Top 30 Most Popular Linux Distributions (16.01.2026)
- ↑ Linux Mint Zeitstrahl (16.01.2026)
- ↑ Wikipedia Linux Mint Historie (16.01.2026)
- ↑ Ubuntuusers Mint (16.01.2026)
- ↑ Finanzierung und Spenden (16.01.2026)
- ↑ Wikipedia Mint Desktop Umgebungen (16.01.2026)
- ↑ Linux Mint GitHub (16.01.2026)
- ↑ Desktop Orientiert opensourcefeed.org (16.01.2026)
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Autor: Jonas Fürst Jonas Fürst ist seit September 2024 als Auszubildender im Bereich Technical Service bei Thomas-Krenn tätig. Im Rahmen seiner Ausbildung unterstützt er den technischen Kundendienst bei der Analyse, Beantwortung und Bearbeitung von Supportanfragen. Dazu gehört insbesondere das Diagnostizieren, Reparieren und Testen defekter Server, Komponenten und Komplettsysteme. Darüber hinaus ist er aktiv an der Erstellung und Pflege von technischen Dokumentationen im Wiki beteiligt. |

