Der Linux Kernel wird laufend weiter entwickelt und erweitert. Dieser Artikel zeigt Überblick über die wichtigsten Neuerungen bis Kernel 4.20 (Dezember 2018). Darauf folgende Änderungen sind im Artikel Linux Kernel Versionen 5.x zu finden. Versionsinformationen zu LTS Kernel Versionen liefert der Artikel Linux Longterm Kernel Versionen.
Kernel Live Patching (KLP), patchen von Sicherheitslücken zur Laufzeit nun auch bei Änderungen an der Datenstruktur möglich: livepatch: introduce shadow variable API
net: Generic XDP: Express Data Path (XDP) jetzt mit beliebigen Netzwerkschnittstellen nutzbar. "Schnellstraße" für Netzwerk-Pakete, durch Umgehung des mächtigen und komplexen Netzwerk-Stacks.
Unterstützung von selbstverschlüsselnden SSDs: block: Add Sed-opal library, bei SSDs die die Opal Storage Specification der Trusted Computing Group (TCG) implementieren.
x86: Enable Intel Turbo Boost Max Technology 3.0 Mit Turbo Boost Max Technology 3.0 kann einer der CPU-Kerne etwas höhere Frequenzen erreichen als die verbleibenden. Mit dem neuen Patch delegiert der Prozess-Scheduler Tasks gezielt an den schnelleren Kern.
EFI System Resource Table (ESRT): efi: Add esrt support, hiermit kann bei der Systemaktualisierung die UEFI-Version abgefragt und eine neuere Version im UEFI-Speicher hinterlegt werden. Diese kann dann beim nächsten Systemstart installiert werden.
VFS/Ext4: lazytime mount Option (atime, ctime und mtime wird lediglich im Arbeitsspeicher aktualisiert und später auf den Datenträger geschrieben): [16], [17], [18]
Werner Fischer arbeitet im Product Management Team von Thomas-Krenn. Er evaluiert dabei neueste Technologien und teilt sein Wissen in Fachartikeln, bei Konferenzen und im Thomas-Krenn Wiki. Bereits 2005 - ein Jahr nach seinem Abschluss des Studiums zu Computer- und Mediensicherheit an der FH Hagenberg - heuerte er beim bayerischen Server-Hersteller an. Als Öffi-Fan nutzt er gerne Bus & Bahn und genießt seinen morgendlichen Spaziergang ins Büro.