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      VMware by Broadcom: Ein umfassender Überblick

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      • von Redaktion
      • in Allgemein · Expertentipps · Virtualisierung
      • — 19.09.2024 um 10:30

      Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat für Aufsehen in der IT-Welt gesorgt, insbesondere im Bereich der Lizenzierung. Dieser Artikel zielt darauf ab, IT-Administratoren, IT-Leitern und technischem Fachpersonal einen Überblick über die neuen Lizenzierungsoptionen und -anforderungen im VMware-Portfolio unter Broadcom zu geben – und ggf. weitere Schritte davon abzuleiten.

      Ende der traditionellen Lizenzmodelle

      Broadcom hat bedeutende Änderungen an den Lizenzierungsmodellen für VMware-Produkte eingeführt. Einer der markantesten ist das Auslaufen der sogenannten Perpetual Licenses – also der dauerhaften Lizenzen. Es sind nur noch abonnementbasierte Lizenzen (Subscriptions) verfügbar, die auf einer pro-Kern-Basis („core-based“) berechnet werden.

      Wichtige Punkte zur Lizenzänderung

      • keine Perpetual Licenses mehr: Alle neuen Lizenzen sind abonnementsbasiert.
      • kernbasierte Lizenzierung: Lizenzen werden pro CPU-Kern vergeben.
      • auslaufende Support-Verträge: Bestehende Perpetual Licenses können nicht mehr verlängert werden.
      • Das „Academic“ Lizenzierungsprogramm wurde ersatzlos gestrichen: (Hoch-) Schulen zahlen ab sofort den vollen Lizenzbetrag.

      VMware Licensing

      Die neuen Lizenzmodelle für VMware wurden drastisch vereinfacht. Es gibt nun vier Hauptprodukte im VMware-Portfolio, die sich wie folgt gliedern:

      1. VMware vSphere Essentials Plus (WEP)

      Die Lizenzierung erfolgt hier in Form eines Kits, das 96 Kerne umfasst. Es ist auf maximal drei Hosts begrenzt und enthält ein VMware vCenter Essentials. Das ist somit derzeit die kostengünstigste Einstiegslösung für KMU und bietet grundlegende Virtualisierungsfunktionen.

      • maximale Anzahl von Hosts: 3
      • enthaltene Kerne: 96
      • Lizenzierung: mindestens 16 Kerne pro CPU

      2. VMware vSphere Standard (VVS)

      Diese Option richtet sich vor allem an etwas größere KMU, die bereits eine skalierbare Lösung benötigen. Enthalten sind Funktionen wie vMotion und High Availability (HA).

      • Lizenzierung: pro Kern (mindestens 16 Kerne pro CPU)
      • zusätzliche Funktionen: Storage vMotion, vSphere Replication

      3. VMware vSphere Foundation (VVF)

      Für Unternehmen, die erweiterte Funktionen wie Distributed Resource Scheduling (DRS) und Tanzu Kubernetes Grid benötigen, bietet VMware vSphere Foundation eine umfassende Lösung. Diese Lizenz enthält ebenfalls vCenter Standard und die ehemalige vRealize Suite, jetzt als VMware ARIA Suite bekannt.

      • Lizenzierung: pro Kern (mindestens 16 Kerne pro CPU)
      • Zusätzliche Funktionen: VMware vSAN (Add on), Distributed Switch

      4. VMware Cloud Foundation (VCF)

      Die umfangreichste und flexibelste Lösung im neuen Portfolio ist VMware Cloud Foundation. Sie umfasst alle Funktionen der VMware vSphere Foundation sowie zusätzliche Tools für Netzwerk- und Sicherheitsmanagement (NSX) und erweiterte Support-Optionen. VCF bietet auch Lizenzierungsmöglichkeiten für große Speicheranforderungen über VMware vSAN.

      • Lizenzierung: pro Kern (mindestens 16 Kerne pro CPU)
      • Maximale Skalierbarkeit: inklusive Funktionen wie SDDC Manager und HCX für Migrationsdienste

      Add-on und erweiterte Optionen

      Ergänzend zu den Hauptprodukten bietet VMware auch eine Reihe von Add-on, die zur Erweiterung und Anpassung der bestehenden Infrastruktur genutzt werden können. Dazu gehören der VMware Avi Load Balancer und VMware vSAN, die jedoch nur in Verbindung mit VMware vSphere Foundation und VMware Cloud Foundation verwendet werden können.

      • VMware vSAN: Lizenzierung pro TIB

      Laufzeiten:
      Prepaid-Zahlungen mit mehreren Jahren Laufzeit sind nicht mehr möglich. So kann zwar nach wie vor eine drei- oder fünfjährige Supportlaufzeit abgeschlossen werden, der Kunde bekommt dann aber drei oder fünfmalig jeweils zum Jahresanfang eine Rechnung mit den jährlich anteiligen Kosten. Eine Preisgarantie gibt es nur für das erste Jahr.

      Fazit

      Die Änderungen in der Lizenzierungspolitik von VMware unter Broadcom bedeuten einerseits eine gewisse Vereinfachung durch die Konzentration auf Abonnement- und kernbasierte Modelle, andererseits können bei bestimmten Szenarien die Kosten höher ausfallen als vor der Umstellung. Wichtig ist, dass IT-Administratoren und Entscheidungsträger die neuen VMware-Modelle verstehen und entsprechend planen, um bestehende und zukünftige IT-Anforderungen nahtlos zu integrieren.

      Für eine detaillierte Übersicht und weitere spezifische Fragen empfiehlt es sich, die offiziellen Ressourcen und Unterstützung von VMware und Broadcom auch hier bei Thomas-Krenn zu konsultieren.

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      Tags: BroadcomLizenzierungVirtualisierungVMwarevSphere

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