Ransomware im Aufwind
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Coveware by Veeam zieht alarmierende Bilanz für das zweite Quartal 2025
In der digitalen Welt von heute sind Daten das Herzstück jedes Unternehmens. Für mittelständische Betriebe sind effektive Backup-Strategien nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern auch ein strategischer Imperativ. Dieser Artikel beleuchtet, warum und wie Unternehmen ihre Datensicherheitskonzepte optimieren sollten.
Coveware by Veeam zieht alarmierende Bilanz für das zweite Quartal 2025
Ransomware ist zu einer der größten Gefahren für Unternehmen weltweit geworden – das belegt der aktuelle Quartalsbericht von Coveware by Veeam. Für das zweite Quartal 2025 zeichnet sich ein besorgniserregendes Bild: Angriffe werden gezielter, die Summen der Lösegeldforderungen steigen rasant, und die Methoden der Kriminellen verschieben sich deutlich in Richtung Datenexfiltration.
Social Engineering als Schlüsselstrategie
Drei Gruppen prägten das vergangene Quartal besonders: Scattered Spider, Silent Ransom und Shiny Hunters. Ihre bevorzugte Methode ist Social Engineering, bei dem sich Angreifer als IT-Helpdesk, Mitarbeitende oder externe Partner ausgeben, um Zugang zu internen Systemen zu erhalten. Massenangriffe sind damit weitgehend passé – Präzision und Täuschung dominieren.
Lösegeld auf Rekordhöhe
Parallel dazu erreichten die Lösegeldforderungen neue Spitzenwerte. Die durchschnittliche Zahlung kletterte auf 1,13 Millionen US-Dollar, der Median verdoppelte sich auf 400.000 US-Dollar. Zwar blieb die Quote der Unternehmen, die tatsächlich zahlten, bei 26 Prozent stabil, doch die Summen zeigen: Besonders größere Firmen geraten zunehmend unter Druck, wenn sensible Daten in Gefahr sind, veröffentlicht zu werden.
Daten als neue Waffe
Besonders auffällig ist die Verschiebung der Taktiken. In 74 Prozent der Fälle setzten die Täter auf Datenexfiltration statt auf reine Verschlüsselung. Multi-Erpressungsstrategien und zeitversetzte Drohungen verstärken den Druck auf die Opfer und sorgen dafür, dass auch nach einem ersten Vorfall keine Ruhe einkehrt. Am stärksten betroffen waren Dienstleister, das Gesundheitswesen und Verbraucherdienste. Mittelgroße Unternehmen mit 11 bis 1.000 Mitarbeitenden bildeten mit 64 Prozent den größten Teil der Opfer – gerade weil ihre Abwehrmechanismen oft weniger ausgefeilt sind.
Fazit: Mensch und Organisation im Fokus
Der Bericht macht deutlich, dass technologische Abwehrmaßnahmen allein nicht ausreichen. Angriffe über Phishing, kompromittierte Zugangsdaten oder Schwachstellen in verbreiteten Plattformen lassen sich zwar technisch erschweren, doch die größte Schwachstelle bleibt der Mensch. Wer seine Mitarbeitenden nicht schult und sensibilisiert, riskiert, den entscheidenden Angriff nicht abwehren zu können. Ransomware ist damit längst mehr als ein IT-Problem – sie ist ein Risiko für die gesamte Organisation.


