TK USB Stick
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Worum geht es
Wir suchten nach einer Lösung unseren Kunden die gleichen Testmöglichkeiten anzubieten, die auch die Thomas-Krenn.AG verwendet um Server zu testen. Es entstand die Idee und Umsetzung eines Debian Live Systems, installiert auf einem USB Stick. So haben Sie immer die passende Software für Ihre Server auf einem Stick dabei. Das Image für den Stick können Sie sich hier kostenlos herunterladen.
Technik
Auf dem Stick kommt ein Debian Squeeze mit Customkernel zum Einsatz. Es wurden verschiedene grafische Schnittstellen für Kommandozeilentools geschaffen. Ausserdem ist ein Speichertest und eine FreeDos Partition verfügbar, mit der BIOS sowie Controller und IPMI Module geflasht werden können. Der Stick besitzt viele Möglichkeiten einen Server zu analysieren und ist beliebig erweiterbar.
Stick erstellen
Um sich einen USB Stick mit dem TK Image zu erstellen, benötigen Sie einen USB Stick mit mindestens 2 GB Speicher (wir empfehlen den ATP Nano) und eine aktuelle Linux Live CD:
- Booten Sie Ihren PC/Server mit der Linux Live CD
- Stecken Sie den leeren USB Stick in einen freien Port
- Laden Sie sich das aktuelle Image des TK USB Sticks herunter
- Schreiben Sie das tk-usb.img mittels DD (dd if=/speicherort/des/tk-usb.img of=/ihr/usb/stick bs=1M) auf den Stick
- Fahren Sie den PC/Server herunter und entnehmen Sie die Live CD. Ihr Stick ist nun einsatzbereit.
Alternativ können Sie den Stick bei uns fertig eingerichtet und einsatzbereit erwerben.
Zugangsdaten
Die Zugangsdaten um sich auf dem Stick einzuloggen lauten
Benutzername: root
Passwort: relation
(die Daten der ersten Alpha Version sind "root" und "live")
Möglichkeiten
BIOS Update
Mit Hilfe der FreeDOS Partition können Sie einfach und bequem Ihr BIOS updaten, Raid Controller flashe, uvm.
Gparted
Neben anderen Kommandozeilentools, wurde Gparted zum Partitionieren von Festplatten installiert. Sie können neue Partitionen anlegen, bestehende Partitionen verschieben, Partitionen mit Labels versehen, usw. Mehr dazu finden Sie unter [Gparted auf sourceforge.net]
TK Debian installieren
Die Thomas-Krenn.AG installiert bei jedem Server, sofern nicht anders gewünscht, ein minimales Debian Linux vor. Dies hat den Grund, dass wir damit die Systeme Stresstesten um sicherzustellen, dass keine defekten Komponenten im System verbaut werden. Der Kunde kann das System ganz normal Benutzen (etwa für einen Webserver). Wenn Sie dieses System wieder auf Ihrem Server installieren wollen, führen Sie folgende Schritte aus:
- Starten Sie gparted (oder ein anderes Partitionierungstool) und legen Sie sich eine Partition mit mind. 5 GB, formatiert als ext3 an.
- Klicken Sie im Menü "OS" auf "Debian installieren" und geben Sie dort Ihre Partition im Format /dev/sdXy ein (z.B. /dev/sda1)
- Sobald das System fertig kopiert ist, fragt der Installer, wo Sie GRUB installieren wollen. Geben Sie dort die Festplatte im Format /dev/sdX an (z.B. /dev/sda). Sofern Sie GRUB bereits auf einer anderen Festplatte verwenden, können Sie diesen Schritt überspringen.
- Nach erfolgreicher Installation von GRUB erhalten Sie die Meldung, dass Sie nun in Ihr neues System starten können. Die Zugangsdaten hierfür, sind wie immer Username "root" und Passwort "relation"
Virenscanner
Mit dem Komandozeilenscanner ClamAV und einem grafischen Frontend dafür, können Sie mühelos alle Festplatten, Dateien oder Ordner auf Viren checken. Das Frontend ist selbsterklärend und mit nur einem klick, können die aktuellsten Virendefinitionen heruntergeladen und installiert werden.
[weiterführender Link auf wikipedia.org]
Festplatten löschen
Mit dem Tool, wird die Festplatte komplett mit 0 überschrieben. Geben Sie im Dialogfenster Ihre Festplatte im Format /dev/sdX an. Dies ist z.B. auch nützlich, wenn die Festplatte bereits Raidinformationen enthält und sich nicht in ein Raid einbinden lässt.
Achtung: Alle Daten auf der Festplatte gehen bei diesem Vorgang unwiderruflich verloren.
IPMI Modul verwalten
Es gibt mehrere Möglichkeiten das IPMI Modul anzusprechen bzw. Sensorwerte auszulesen. Das Dialogfenster gibt Ihnen die wichtigsten Sensorwerte des IPMI Moduls zurück. Wenn Sie weitere Werte benötigen oder das Modul verwalten möchten, starten Sie bitte eine Konsole und benutzen Sie das Tool ipmitool
Stresstest
Falls Sie vermuten, dass Ihr Betriebssystem oder spezifische Software Systemabstürze verursacht, ist das Tool stress genau die richtige Lösung um dies zu testen. Führen Sie es entweder direkt aus dem Menü aus oder starten Sie es von der Kommandozeile um die Parameter der Testdaten anzupassen. Mit dem Tool htop (verfügbar im Menü) können Sie dann beobachten, wie die Systemauslastung nach oben geht. Passen Sie die Werte von stress so an, dass Ihre CPU 100% ausgelastet ist und der Swapspeicher mit z.B. 500 MB benutzt wird (dies stellt sicher, dass auch der komplette Speicher im Gerät belastet wird). So wird bei uns im Haus auch intern Ihr Server auf Stabilität überprüft. Sofern das System hier nicht abstürzt (lassen Sie den Test am besten mind. 30 Minuten oder länger laufen), können Sie davon ausgehen, dass die Hardware nicht beschädigt ist.
Partitionen retten
Mit testdisk können Sie versehentlich gelöschte oder beschädigte Partitionen wiederherstellen. Das Tool versuch die Partitionstabellen neu zu schreiben und ist leicht zu bedienen. Mehr dazu entnehmen Sie bitte der Dokumentation des Tools bzw. der Hilfe
[weiterführender Link auf wikipedia.org]
Speicher testen
Den Speichertest memtest86+ können Sie direkt aus der Linux Partition im Menü OS oder beim Bootvorgang des Sticks starten. Lassen Sie diesen immer mind. 3 mal durchlaufen um ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Der Test überprüft, wie der Name schon sagt, den Speicher und meldet Ihnen ggf. defekte Sektoren. Sofern der Speichertest einfriert, kann man ebenfalls von einem defekten RAM (oder im schlimmsten Fall: defekte Speicherbänke) ausgehen.
FreeDos
FreeDos können Sie ebenfalls aus dem Menü OS oder gleich beim Booten des Sticks auswählen. Sie haben dann Möglichkeiten ihr BIOS zu flashen, Controller und IPMI Firmware upzudaten, uvm.
[weiterführender Link auf wikipedia.org]
Festplattenperformance
Mit dem Tool bonnie++ können Sie Testdaten auf Ihr Raidsystem schreiben und die Schreib- bzw. Leserate des Controllers herausfinden.
Mainbordinformationen
Öffnen Sie eine Console und Tippen Sie
dmidecode |more
um alle Verfügbaren Informationen des Mainboards inkl. Bautyp uvw. auszulesen
DD
Mittels DD können Sie MBR sichern, Images erstellen, Festplatten oder Partitionen klonen uvm.
[weiterführender Link zu DD auf wikipedia.de]
weitere Tools
können Sie jederzeit mit dem Paketmanagement von Debian bequem nachinstallieren (FTP-Client, usw.)
Version
Ob Ihre Version die aktuellste ist, können Sie mit nur einem Klick erfahren. Sofern es Updates gibt welche die Funktionen erweitern, werden diese im Shop bereitgestellt und können dann heruntergeladen werden.
Die aktuelle Versionsnummer des Sticks: 1.1
Download
Download Thomas-Krenn Rescue Stick v1.1 (835 MB, MD5 Prüfsumme: 0111f1ae3d0c5b8491e700d3560c0225)
Changelog
Die Version 1.1 beinhaltet folgende Veränderungen:
- Integration von Partimage
- Textbasierter FTP Client
- Netzwerkkartentreiber wurden aktualisiert: e1000e-2.6.32-5_1.4.4_i386.deb, igb-2.6.32-5_3.1.16_i386.deb, ixgbe_2.6.32-5_3.4.24_i386.deb
TK USB Stick verbergen unter Windows
Unter Windows wird der TK USB Stick als Device im Arbeitsplatz angezeigt. Sollte dies nicht erwünscht sein, können Sie den TK USB Stick unter Windows deaktivieren. Führen Sie dazu folgende Schritte aus:
- Öffnen Sie den Arbeitsplatz
- Machen Sie einen Rechtsklick auf den TK USB Stick und wählen "Eigenschaften"
- Im neu geöffneten Fenster wählen Sie den Reiter "Hardware"
- Wählen Sie den TK USB Stick aus und klicken unten auf "Eigenschaften"
- Im Eigenschaftsfenster können Sie unter "Geräteverwendung" den TK USB Stick deaktivieren.
Fragen
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Florian Fritsch, Thomas-Krenn.AG








