VMware vSphere vDGA und vSGA konfigurieren

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Um die Grafikleistung der virtuellen Maschine (VM) zu verbessern, besteht neben der Enterprise Lösung mit VMware vSphere mit NVIDIA GRID vGPU auch die Möglichkeit, Grafikkarten als PCIe Device an die VM mit Virtual Dedicated Graphics Acceleration (vDGA) durchzureichen oder die VM mit Virtual Shared Graphics Acceleration (vSGA) zu konfigurieren. In diesem Artikel stellen wir Ihnen beide Konfigurationmöglichkeiten auf einem Supermicro X10DRi Mainboard mit Intel Xeon E5 2620v4 CPU, einer NVIDIA GRID K1 Karte und der aktuellsten VMware vSphere 6.5 Version (Build 5310538) Testsystem vor.

vDGA konfigurieren

Um Probleme bei der Installation, oder im laufenden Betrieb zu vermeiden, empfehlen wir nur Grafikkarten zu nutzen, die auch von VMware getestet und auf der Hardware Compatibility List (HCL) für vDGA freigegeben wurden. Bei einigen End User Grafikkarten wird zudem die PCIe Passthrough Kompatibilität bewusst geblockt.

Da im Gastbetriebssystem der herstellerspezifische Treiber für die Grafikkarte installiert werden muss, stehen mit vDGA viele Features der Grafikkarte, wie beispielsweise OpenGL, DirectX, OpenCL und NVIDIA CUDA zur Verfügung.

Hinweis: Über die die normale vSphere Remote Konsole und RDP ist es nicht möglich, den primären Anzeigeadapter im Gastbetriebssystem zu wechseln. Wenn Sie die Grafikkarte als primären Anzeigeadapter nutzen möchten, benötigen Sie einen VNC Client oder VMware Horizon View. Die VMware Features vMotion, High Availability und Distributed Resource Scheduler (DRS) stehen mit vDGA nicht zur Verfügung oder sind eingeschränkt.

vSGA konfigurieren

Auch bei der vSGA Konfiguration empfehlen wir, nur Grafikkarten zu verwenden, die auch auf der VMware HCL für vSGA aufgelistet sind. Mit vSGA wird der verfügbare Grafikspeicher des Hosts für die VMs zur Verfügung gestellt, dabei gibt es keine Limitierung bei der VM Anzahl, sondern nur beim verfügbaren Grafikspeicher. In der VM wird der Standard VMware SVGA 3D Display Adapter mit der konfigurierten Speichergröße verwendet. Dadurch stehen aber herstellerspezifische Features wie bei vDGA nicht zur Verfügung.


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Autor: Sebastian Köbke

Sebastian Köbke ist im Technischen Support bei Thomas-Krenn tätig. Dort kümmert er sich um alle Kundenanfragen. Per Ticketsystem, telefonisch oder schriftlich via E-Mail sorgt Sebastian dafür, dass unseren Kunden schnellstmöglich geholfen wird. Dabei hat er sich vor allem auf VMware Systeme spezialisiert. Als Ausgleich zum Büro-Alltag macht Sebastian oft Sport und Fitness.


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